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Während Krankheiten wie zum Beispiel Herzinfarkt oder eine Krebserkrankung in der Öffentlichkeit sehr bekannt und präsent sind, fristen Lungenkrankheiten eher ein Schattendasein. Dabei geht jedoch vergessen, dass Lungenkrankheiten deutlich häufiger vorkommen als angenommen. Etwa jede siebte Person ist im Laufe ihres Lebens einmal von einer Lungenerkrankung direkt betroffen und die gesundheitlichen Folgen und Auswirkungen auf die Lebensqualität können gravierend sein.
Asthma und COPD (Chronisch Obstruktive Lungenkrankheit) gehören zu den häufigsten Lungenkrankheiten in der Schweiz. Etwa jedes 10. Kind und jeder 14. Erwachsene leidet an Asthma, was rund 550’000 Menschen entspricht. Weitere rund 400’000 Personen sind von COPD betroffen. Daneben gibt es eine Vielzahl seltenerer Lungenerkrankungen, deren Auswirkungen auf Lebensqualität und Mortalität teils sehr unterschiedlich sind. Beispiele hierfür sind Lungenkrebs, mit rund 4’300 neu diagnostizierten Fällen pro Jahr, und Tuberkulose, die jährlich etwa 400 Menschen betrifft. Weitere Erkrankungen wie Pulmonale Hypertonie, Idiopathische Lungenfibrose, Cystische Fibrose und Sarkoidose treten zwar seltener auf, haben jedoch für die Betroffenen und ihr Umfeld oft enorme Auswirkungen.
Wie bei vielen anderen Krankheiten gilt auch bei Lungenkrankheiten, dass eine frühe Diagnose ein Schlüsselparameter ist für das Beibehalten einer möglichst guten Lebensqualität, den Therapieerfolg und/oder das Hinauszögern des Krankheitsfortschritts. Doch eine früher Diagnose ist oft herausfordernd.
Erkältungen gehen zu Beginn oft einher mit Husten, Auswurf und leichter Atemnot – Symptome, die auch typisch sind für ernsthafte Lungenerkrankungen. Die Unterscheidung zwischen einer (harmlosen) Erkältung, einer beginnenden chronischen Atemwegserkrankung und/oder einer fortgeschrittenen Lungenkrankheit mit irreversiblen Gewebeschäden ist deshalb nicht immer einfach. Die Übergänge sind oft schleichend, und Betroffene gewöhnen sich allmählich an die reduzierte Leistungsfähigkeit sowie zunehmende Atemnot. Häufig werden die Symptome auch als weniger ernst wahrgenommen und mit anderen Faktoren wie mangelnder Fitness entschuldigt.
LUNGE ZÜRICH möchte mit dieser Kampagne die Zürcher Bevölkerung daraufhin sensibilisieren, sich immer wieder aktiv mit ihrer Lungengesundheit auseinanderzusetzen und diese zu prüfen. Ein erster Schritt – neben Lungenfunktionsmessungen, wie sie bspw. kostenlos im LuftiBus angeboten werden – sind entsprechende Risikotests.
Die Kampagne läuft von Anfang Mai bis Mitte Juli 2025 auf verschiedenen Kanälen im Kanton Zürich. Als Leitsujet der Kampagne wurde ein nach Luft schnappender „Fischmensch“ gewählt. Denn genau wie ein Fisch an Land fühlt es sich mit einer Lungenkrankheit an: Man schnappt verzweifelt nach Luft, hat ein Engegefühl in der Brust und die Welt rund herum bleibt stehen. Die auffälligen Sujets sollen die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich ziehen und sie dazu veranlassen, sich mit dem Thema Lungengesundheit auseinanderzusetzen und den auf der Webseite angebotenen Lungen-Test auszufüllen. Die Kampagne richtet sich somit einerseits an Menschen, die bereits Symptome verspüren, und lädt sie dazu ein, sich ernsthaft damit zu befassen. Andererseits soll die Kampagne jedoch auch Personen ohne Krankheitszeichen ansprechen. Idealerweise wächst ihr Bewusstsein für mögliche Lungenerkrankungen, sodass sie in der Zukunft im Falle von Symptomen diese frühzeitig professionell beurteilen lassen, anstatt sie „wegzuschieben“.
Das Ergebnis eines Risikotests ist zwar immer ohne hundertprozentige Gewähr, jedoch sorgt es dafür, dass sich die betroffene Person ehrlich und selbstkritisch mit ihren Symptomen auseinandersetzt und sich bei Bedarf in der Hausarztpraxis für weitere Abklärungen meldet.
Wir danken den Firmen, die die Sensibilisierungskampagne finanziell unterstützen:
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