Der Sommer ist da und damit auch die Badesaison. Ob nach der Arbeit, am Wochenende oder in den Ferien – Schwimmen gehört im Sommer für viele dazu. Es sorgt an heissen Tagen nicht nur für eine willkommene Abkühlung, sondern tut auch der Lunge gut. Das gilt sowohl für Menschen, die ihre Lunge stärken möchten, als auch für Personen mit COPD oder Asthma – wichtig ist jedoch, einige Punkte zu beachten, damit das Schwimmen zu einer positiven Erfahrung oder einer regelmässigen sportlichen Aktivität wird.

Weshalb überhaupt schwimmen?

Schwimmen ist ein idealer Ausdauersport, bei dem der ganze Körper trainiert wird. In der Regel werden alle grossen Muskelgruppen wie Rumpf, Beine und Arme gekräftigt, und gleichzeitig die Kondition verbessert. Ausserdem eignet sich Schwimmen auch besonders gut zur Unterstützung der Lungengesundheit. Die Atemmuskulatur wird trainiert, und die Lunge wird während der Bewegung gut durchblutet.

Schwimmen bei COPD und Asthma

Auch für Menschen mit Asthma oder COPD eignet sich Schwimmen als sportliche Aktivität, um die Atmung und damit die Lungengesundheit zu stärken. Es ist ein schonendes Training, das die Lungenfunktion und das allgemeine Wohlbefinden unterstützen kann. Dies liegt daran, dass der Auftrieb des Wassers den Körper entlastet und dadurch die Atmung erleichtert. Darüber hinaus ist der Sport für Asthmatikerinnen und Asthmatiker besonders geeignet, da die Atemmuskulatur trainiert wird und sich der Rhythmus von Ein- und Ausatmung regelmässiger gestaltet. Für Menschen mit COPD eignet sich der Sport insbesondere dadurch, dass Schwimmen dabei helfen kann, den Abtransport von Schleim aus den Atemwegen zu unterstützen. Der Wasserdruck auf den Brustkorb kann folglich dazu beitragen, dass sich Sekrete leichter lösen, was die Atmung wiederum erleichtern kann.

Sicherheit geht vor

Obwohl Schwimmen für Menschen mit Asthma oder COPD gut geeignet ist, gibt es einige Punkte zu beachten, damit daraus ein angenehmes und sicheres Erlebnis wird:

  • Persönliche Grenzen respektieren: Besonders wichtig ist es, die eigenen Grenzen zu berücksichtigen und sich langsam an die Belastung heranzutasten.
  • In Begleitung sein: Gerade zu Beginn kann es hilfreich sein, in Begleitung einer vertrauten Person ins Wasser zu gehen. Zudem empfiehlt es sich, zunächst in einem Hallenbad oder in einer Badi mit Pool zu schwimmen, da dort ausreichend Personal und andere Badegäste für zusätzliche Sicherheit sorgen können.
  • Auf die Wassertemperatur achten: Es sollte auf die Wassertemperatur geachtet werden. Das Wasser sollte nicht zu kalt sein, damit die Atmung nicht erschwert wird und sich der Körper wohlfühlt.
  • Auf Belüftung und Chlorgehalt achten: In Hallenbädern lohnt es sich, auf die Belüftung und den Chlorgehalt des Wassers zu achten. Eine ungenügende Belüftung oder ein erhöhter Chlorgehalt können die Atemwege reizen und sogar Asthmabeschwerden verstärken.
  • Vorsicht bei Wellen und Strömungen: Mit zunehmender Sicherheit kann das Schwimmen auch auf andere Gewässer wie Seen oder das Meer ausgeweitet werden. Dabei ist besonders auf Wellen und Strömungen sowie auf die Wassertemperatur zu achten.

 

So kann Schwimmen für Menschen mit Asthma oder COPD Schritt für Schritt zu einer angenehmen und unterstützenden Bewegung werden, die sich positiv auf die Lungengesundheit auswirken kann.