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Anfängliche Symptome
In schweren Fällen ist die Lunge so stark angegriffen, dass es zu blutigem Auswurf beim Husten, Atemnot und Untergewicht kommen kann. Die Tuberkulose-Symptome können je nach Verlaufsform und Schweregrad der Erkrankung jedoch sehr unterschiedlich sein.
Symptome beim Befall anderer Organe
Die Tuberkulose kann von der Lunge aus durch Ausbreitung der Bakterien über die Blutbahn oder Lymphbahnen auch andere Körperteile befallen. Am häufigsten sind Lymphknoten betroffen, aber auch Knochen, Gelenke, Darm, Hirnhaut und Nervensystem können befallen werden. Die Krankheitssymptome sind dabei unterschiedlich und die richtige Diagnose zu stellen, kann entsprechend schwierig sein.
Der Arzt oder die Ärztin führt bei Verdacht auf Tuberkulose eine Röntgenaufnahme der Lunge durch. Diese liefert erste Hinweise, gilt jedoch nicht als sichere Tuberkulose-Diagnose. Andere Krankheiten wie Lungenkrebs oder Lungenentzündungen können in der Röntgenaufnahme ähnlich aussehen. Um Tuberkulose gesichert nachzuweisen, wird eine mikrobiologische Untersuchung z. Bsp. des Schleimauswurfs zum Nachweis des Erregers durchgeführt.
Die Behandlung von Tuberkulose erfordert das Zusammenspiel verschiedener Faktoren.
Dank des medizinischen Fortschritts ist die Krankheit in der Schweiz selten geworden. Tuberkulose wird mit speziellen Antibiotika behandelt, welche gezielt auf die krankheitserregenden Bakterien einwirken. Die medikamentöse Standard-Behandlung dauert sechs Monate.
Sehr wichtig ist die richtige Kombination der verschiedenen Medikamente in ausreichender Dosierung über die gesamte Behandlungsdauer. Die Kombination mehrerer Medikamente ist nötig, um die Gefahr einer Resistenzbildung der Tuberkulose-Bakterien vorzubeugen. Wenn es zu Behandlungsunterbrüchen, Fehlern in der Dosierung oder Verwechslungen der Medikamente kommt, verlieren die Antibiotika ihre Wirksamkeit und es können sich antibiotikaresistente Bakterienstämme entwickeln.
Tuberkulose-Erkrankte können selbst einen Beitrag zum Behandlungserfolg leisten, indem sie während der Therapie folgende Punkte beachten:
Kinder und Erwachsene, die in der Schweiz leben, werden nicht mehr gegen Tuberkulose geimpft. Ausnahmen sind Neugeborene im ersten Lebensjahr, wenn voraussehbar ist, dass sie sich dauerhaft in einem Land mit hohem Ansteckungsrisiko aufhalten werden. Die Impfung erfolgt im Zielland, da in der Schweiz kein Impfstoff gegen Tuberkulose mehr erhältlich ist.
Die Gefahr, sich mit Tuberkulose anzustecken, besteht jedoch nur, wenn man über längere Zeit und wiederholt engen Kontakt in geschlossenen Räumen mit einer an Lungen-Tuberkulose erkrankten Person hat.
Von gesunden Trägern des Tuberkulose-Bakteriums geht kein Risiko aus. Bei solchen Trägern bricht die Krankheit nur bei etwa 10 Prozent aus. Häufig betrifft dies Kleinkinder oder Menschen mit einem geschwächten Immunsystem.
Das Ansteckungsrisiko ist am höchsten in Ländern oder Umgebungen, wo Tuberkulose eine verbreitete Krankheit ist.
Das Ziel der Tuberkulose-Arbeit von LUNGE ZÜRICH ist, Tuberkulose-Erkrankungen und damit deren Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Dafür arbeitet das Tuberkulose-Zentrum eng mit dem kantonsärztlichen Dienst, mit Hausärzten und Spitälern zusammen. Folgende Aufgaben übernimmt LUNGE ZÜRICH:
Um sicherzustellen, dass Tuberkulose-Patientinnen und -Patienten ihre Medikamente regelmässig und korrekt einnehmen, organisiert und überwacht das Tuberkulose-Zentrum die direkt überwachte Therapie. Dabei nehmen die Patientinnen und Patienten ihre Medikamente in Anwesenheit einer Fachperson (Apotheke, Spitex, u.a.) ein. Diese kontrollierte Einnahme reduziert das Risiko von Therapieabbrüchen, Rückfällen und Medikamenten-Resistenzen.
Personen mit einer Lungen-Tuberkulose können ihre Mitmenschen durch Husten, Niesen oder Sprechen anstecken. Die Gefahr einer Ansteckung ist umso grösser, je länger und enger der Kontakt zu einem an Lungentuberkulose erkrankten Menschen ist. Damit sich die Tuberkulose in einem solchen Fall nicht weiter ausbreiten kann, führt LUNGE ZÜRICH sogenannte Umgebungsuntersuchungen durch. Im Umfeld der betroffenen Person wird dabei nach mit Tuberkulose-Bakterien angesteckten Personen gesucht, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Das Tuberkulose-Zentrum arbeitet mit einem Leistungsauftrag des Kantons Zürich und der Stadt Zürich zur Bekämpfung der Tuberkulose und zum Schutz der Bevölkerung.
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